Zusammenfassung
PowerPoint-Präsentationen mit Texteinblendungen oder Animationen können nicht direkt so in ein PDF exportiert werden, dass jede Einblendung automatisch als eigene PDF-Seite erscheint. Der Grund liegt in den technischen Unterschieden zwischen PowerPoint (zeitbasiert) und PDF (statisch).
Dieser Artikel beschreibt:
- warum das Standard-PDF-Exportverhalten so ist
- welche vorbereitenden Schritte notwendig sind
- welche Tools zur automatischen Aufteilung genutzt werden können
- wie solche Präsentationen anschließend in unserem System verwendet werden können
Technischer Hintergrund
- PowerPoint-Animationen (z. B. „Text einfliegen“, „Nach Klick einblenden“, Übergänge) sind zeit- bzw. ereignisgesteuert
- PDF-Dateien bestehen aus statischen Seiten ohne zeitliche Abfolge
Beim normalen Export von PowerPoint nach PDF gilt daher:
- Animationen und Übergangseffekte werden entfernt
- Es wird ausschließlich der Endzustand jeder Folie exportiert
Dies ist kein Fehler des Exports und keine Einschränkung unseres Systems, sondern ein grundsätzliches Formatverhalten.
Unterstütztes Vorgehen in unserem System
Unser System unterstützt den Upload und die Darstellung von PDF-Dokumenten, bei denen jede gewünschte Einblendstufe als eigene Seite vorliegt.
Dafür gibt es zwei bewährte Vorgehensweisen:
Variante 1: Einblendungen manuell als Einzelfolien anlegen
Die sicherste Methode ist die didaktische Aufbereitung direkt in PowerPoint:
- Ausgangsfolie erstellen
- Folie mehrfach duplizieren
- In jeder Folie eine weitere Textzeile oder Frage sichtbar machen
- Keine Animationen oder Übergänge verwenden
- Präsentation als PDF exportieren
Ergebnis:
- Jede Einblendstufe entspricht einer eigenen PDF-Seite
- Das PDF kann direkt hochgeladen und verwendet werden
Diese Methode erfordert zwar mehr Vorbereitungsaufwand, ist aber technisch am robustesten.
Variante 2: Automatische Aufteilung mit externen Tools
Tool: PPspliT (kostenloses PowerPoint-Add-in)
PPspliT ist ein kostenloses Add-in, das jede Animationsstufe automatisch in eine eigene Folie umwandelt.
Vorgehensweise:
- Download des Add-ins:
https://www.maxonthenet.altervista.org/ppsplit.php - Installation des Add-ins in PowerPoint
- Öffnen der Präsentation
- Im Ribbon den neuen Tab „PPspliT“ auswählen
- Funktion „Split animations“ ausführen
- Optional: „Preserve slide numbers“ aktivieren
- Präsentation als PDF exportieren
Ergebnis:
- Für jede Animation wird automatisch eine neue Folie erzeugt
- Der anschließende PDF-Export enthält jede Einblendung als eigene Seite
Hinweis:
PPspliT ist ein Drittanbieter-Tool. Für Installation, Nutzung und Support ist der jeweilige Anbieter verantwortlich.
Alternative: VBA-Makro (für erfahrene Anwender)
Es existieren VBA-basierte Lösungen (z. B. „PowerpointToPDF“ von David Brewin auf GitHub), die:
- jede Animationsstufe als eigene PDF-Seite ausgeben
- optional erweiterte Seitenkennzeichnungen ermöglichen (z. B. Folie 3 – Schritt 2)
Diese Variante richtet sich an technisch versierte Anwender und erfordert:
- Aktivierte Makros
- Grundkenntnisse in VBA
Auch hier handelt es sich um Drittanbieter-Lösungen.
Nicht unterstützte Erwartungen
Folgende Erwartungen können technisch nicht erfüllt werden:
- Automatische Umwandlung von Animationen in PDF-Seiten ohne vorherige Aufbereitung
- Beibehaltung von PowerPoint-Übergängen oder Klick-Animationen in einem PDF
- Dynamische Einblendungen innerhalb eines PDF-Dokuments
Empfehlung
Für Schulungen mit vielen Texteinblendungen empfehlen wir:
- entweder die Präsentation direkt als Einzelfolien aufzubauen
- oder vor dem PDF-Export ein Tool wie PPspliT zu verwenden
So wird eine stabile Darstellung ohne Screensharing ermöglicht und die Präsentation kann zuverlässig über unser System bereitgestellt werden.
Support-Hinweis
Bei Fragen zur Nutzung unseres Systems unterstützen wir Sie gerne. Für die Installation, Konfiguration und Nutzung externer PowerPoint-Add-ins oder Makros können wir jedoch keinen Support übernehmen.


